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Kraftwerksbau – Triebwasserweg – Allianzvertrag (Jänner 2017)

Aufgabe:
Ein österreichischer Stromerzeuger errichtet ein Kraftwerk, bei dem ein Los die Herstellung eines 23 km langen Triebwasserweges samt Zugangsstollen umfasst. Geplant ist die Auffahrung der beiden Teiläste mit zwei Tunnelvortriebsmaschinen im Parallelvortrieb. Der Auftrag wurde bereits 2013 an einen Auftragnehmer vergeben, welcher zwischenzeitig die Baustelleneinrichtung und den Zugangsstollen errichtet und die beiden TVM installiert hat. Anfang 2017 wurde der Vertrag mit diesem Auftragnehmer aufgelöst und ein neuer Auftragnehmer gesucht.


Lösung:
Beratung des Auftraggebers im Hinblick auf die Wahl eines geeigneten Vertragsmodells für die möglichst rasche Übernahme der Baustelle und Weiterführung der Bauarbeiten durch einen neuen Auftragnehmer. Zentrale für die Modellwahl wesentliche Parameter waren: Der neue Auftragnehmer soll die Leistung des alten Auftragnehmers fortführen, wobei eine Leistungsabgrenzung und die Konkretisierung des Leistungsumfangs sehr schwierig sind und nur mit einem erheblichen zeitlichen Aufwand ermittelt werden könnten; Verträge, Geräte (zB TVM) und die Baustelleneinrichtung des ursprünglichen Auftragnehmers müssen vom zukünftigen Auftragnehmer übernommen werden.

Basierend auf dem in Australien für große und komplexe Infrastrukturprojekte eingesetzten Vertragsmodell Alliance Contract wurde der erste in Österreich eingesetzte Allianzvertrag ausgestaltet. Zentrale Eckpunkte dieses Vertragsmodells sind die Vergütung nach open books sowie ein an der Projektperformance orientiertes Bonus-Malus-System. Eine weitere Besonderheit dieses Modells ist, dass die Risiken (zB Baugrundrisiko) im Wesentlichen von den Projektbeteiligten gemeinsam getragen werden. Auftraggeber und Auftragnehmer arbeiten in einer gemeinsamen (hierarchischen) Projektorganisation zusammen, um die besten Ergebnisse für das Projekt zu erzielen. Weiters ist vertraglich ein standardisierter Konfliktlösungsprozess vorgesehen.