Architektur & Fachplanung

Expertise

  • Wir verfügen über umfangreiches Wissen und Erfahrung in allen für Ziviltechniker und sonstige Planer (zB Ingenieurbüros, Baumeister) sowie ihre Auftraggeber relevanten Bereichen. Wir wirken bei der Festlegung von Leistungsbildern und Honorarsystemen mit, unterstützen beim vertraglichen Schnittstellenmanagement mit Projektsteuerern und sonstigen Verfahrensbetreuern, bei der Abgrenzung zu Projektsteuerern und sonstigen Verfahrensbetreuern und sichern faire Planerverträge auf Augenhöhe mit dem Bauherrn. Bei der Abwicklung von Planungsprozessen arbeiten wir häufig gutachterlich und helfen so, streitige Punkte nicht vor Gericht zu bringen. Im Konfliktfall vertreten wir aber auch vor allen Gerichten und Behörden. Darüber hinaus verstehen wir uns auch als Meinungsbildner und bringen uns aktiv in eine Reihe von Diskussionen innerhalb der Kammern der Architekten und Ingenieurkonsulenten sowie der Wirtschaftskammern ein. Diese thematische Verbundenheit mit den Planern resultiert auch aus dem Umstand, dass wir deren Interessensvertretungen häufig bei öffentlichen Beschaffungen unterstützen.

Referenzen

Landwirtschaftliche Bundesversuchswirtschaften GmbH – „Alpenländisches Bildungs- und Forschungszentrum Tirol, Rotholz – Bauherrnbegleitung“ (September 2016)

Aufgabe:
Gegenstand des Verfahrens war die Erweiterung des Schulstandorts Rotholz um den Neubau der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Lebensmittel- und Biotechnologie Tirol, die einen Schwerpunkt im Bereich der Milchwirtschaft aufweist, sowie um ein Internat. Zu diesem Zweck soll ein Bauherrenbegleiter als Rahmenvereinbarungspartner gefunden werden, der Teile des Projektmanagements für das gesamte Projekt eigenverantwortlich und selbstständig unter Einhaltung der Projektziele und Weisungen der Auftraggeberin erbringt. Das Leistungsbild Bauherrnbegleitung orientiert sich dabei grundsätzlich an den Leistungs- und Vergütungsmodellen für Projektleitung, Projektsteuerung und begleitenden Kontrolle des Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz (Stand 10.4.2014) zusammen.


Lösung:
Zur Umsetzung der Ziele der Auftraggeberin wurde ein 2-stufiges Verhandlungsverfahren mit vorheriger EU-weiter Bekanntmachung im Oberschwellenbereich zum Abschluss einer Rahmenvereinbarung mit einem Unternehmen für die Dauer von 3 Jahren (samt zweimaliger Verlängerungsoption für die Auftraggeberin von jeweils einem Jahr) durchgeführt. Dabei wurde sowohl die rechtliche als auch die technische Verfahrensbetreuung von Heid Schiefer Rechtsanwälte „aus einer Hand“ wahrgenommen, wodurch eine höhere Verfahrensstabilität und eine effiziente Projektabwicklung erreicht werden konnten. Durch die Anwendung von präzisen Auswahlkriterien konnten nach der Präqualifikationsphase die besten 3 Bewerber in die 2. Verfahrensstufe zur Legung der Erstangebote eingeladen werden. Zur Präzisierung der abgegebenen Erstangebote wurden Verhandlungsrunden mit allen Bietern durchgeführt und diese im Anschluss zur Legung von Zweitangeboten („Last and Best Offer“) – bestehend aus einem wirtschaftlichen Teil (Preis) und einem qualitativen Teil (Ausarbeitungen) – eingeladen. Mittels Scoringverfahren und unter Beiziehung einer Kommission zur Bewertung der Ausarbeitungen und deren Präsentationen durch die Bieter wurde das technisch und wirtschaftlich günstigste Angebot ermittelt. Nach der Durchführung von Exklusivverhandlungen mit dem ermittelten Bestbieter konnte das Vergabeverfahren mit einer Gesamtdauer von rund 6 Monaten (von der EU-weiten Bekanntmachung bis zum Abschluss der Rahmenvereinbarung) erfolgreich und ohne Anfechtungen zum Abschluss gebracht werden.