Bau und Baumanagement

Expertise

  • Wir beraten und begleiten Bauprojekte und deren Beteiligte von der Projektentwicklung weg in allen Phasen des jeweiligen Vorhabens. Dazu zählen insbesondere die Unterstützung bei der Festlegung der Aufbau- und Ablauforganisation, die Vergabe von Konsulenten- und Professionistenleistungen, der Entwurf und Abschluss von Verträgen mit allen Baubeteiligten (Projektmanagement, Planer, Bauaufsicht, Professionisten, Betreiber etc), die Durchsetzung oder Abwehr von Mehrkostenforderungen (Claim-/Anticlaimmanagement), die Erledigung von Gewährleistungsmängeln und Schadenersatzansprüchen und auch die Begleitung und Vertretung in Konfliktsituationen – sei es außergerichtlich, vor Schiedsgerichten oder vor staatlichen Gerichten und Behörden. Wir unterstützen in sämtlichen Bereichen von Hoch- und Tiefbauten und verfügen über besondere Expertise bei innovativen Abwicklungsmodellen (Totalunternehmer, Generalunternehmer plus, Betreiber- und Lebenszyklusmodelle, GMP, Alliance Contract etc).


    Wir sind zudem seit April 2014 Partner der Initiative „Faire Vergaben sichern Arbeitsplätze“, in der sich drei Fachgewerkschaften, zwölf Bundesinnungen und zwei Fachverbände zusammengefunden haben, um gemeinsam gegen Lohn- und Sozialdumping und für faire Auftragsvergaben von Leistungen bei Bauprojekten einzutreten. Im Rahmen dieser Initiative war unsere Kanzlei maßgeblich an der Entwicklung der am 10.12.2015 im Nationalrat einstimmig beschlossenen BVergG-Novelle 2015 beteiligt, welche insbesondere die Zielsetzung des Qualitätswettbewerbs (durch die Stärkung des Bestangebotsprinzips) und die Eindämmung von Lohn- und Sozialdumping bei der Vergabe öffentlicher Aufträge verfolgt.

Referenzen

Gutachten zur Wahl des Vergabeverfahrens im Hinblick auf das Ausschließlichkeitsrecht des Eigentums (März 2017)

Aufgabe:
Die öffentliche Auftraggeberin plant die bauliche Erweiterung und Adaptierung eines Wohnheims. Für eine zweckentsprechende Projektrealisierung kommen jedoch aus wirtschaftlich und technisch zwingenden Gründen lediglich die Nachbargrundstücke des bestehenden Wohnheims in Frage. Es stellte sich daher die Frage, ob der (Bau-)Auftrag zur Projektrealisierung dem Eigentümer der Nachbargrundstücke mittels Direktvergabe erteilt werden kann. Dies sollte anhand eines vergaberechtlichen Gutachtens untersucht werden. Darüber hinaus sollten im Falle der Unzulässigkeit einer Direktvergabe Lösungswege für eine vergaberechtskonforme Vorgehensweise für eine zweckentsprechende Projektrealisierung aufgezeigt werden.

Lösung:
Im ersten Schritt wurden sämtliche Unterlagen und Dokumente sowie die jeweiligen Eigentumsverhältnisse an den projektrelevanten Grundstücken untersucht. Im zweiten Schritt wurde anhand der nationalen Bestimmungen und unter Berücksichtigung der (Vergabe-)Richtlinie 2014/24/EU sowie des Begutachtungsentwurfs der Bundesvergabegesetz-Novelle 2017 sowie der einschlägigen Judikatur der österreichischen Vergabekontrollbehörden die Zulässigkeit der Direktvergabe an den Grundstückseigentümer (kritisch) beurteilt und unter Einhaltung der gesetzlichen Schranken und Berücksichtigung des marktspezifischen Anfechtungspotenzials vergaberechtskonforme Lösungswege ausgearbeitet. Das Ergebnis der Prüfung berücksichtigt darüber hinaus auch umfangreiche nationale und deutsche Literatur.