Bau und Baumanagement

Expertise

  • Wir beraten und begleiten Bauprojekte und deren Beteiligte von der Projektentwicklung weg in allen Phasen des jeweiligen Vorhabens. Dazu zählen insbesondere die Unterstützung bei der Festlegung der Aufbau- und Ablauforganisation, die Vergabe von Konsulenten- und Professionistenleistungen, der Entwurf und Abschluss von Verträgen mit allen Baubeteiligten (Projektmanagement, Planer, Bauaufsicht, Professionisten, Betreiber etc), die Durchsetzung oder Abwehr von Mehrkostenforderungen (Claim-/Anticlaimmanagement), die Erledigung von Gewährleistungsmängeln und Schadenersatzansprüchen und auch die Begleitung und Vertretung in Konfliktsituationen – sei es außergerichtlich, vor Schiedsgerichten oder vor staatlichen Gerichten und Behörden. Wir unterstützen in sämtlichen Bereichen von Hoch- und Tiefbauten und verfügen über besondere Expertise bei innovativen Abwicklungsmodellen (Totalunternehmer, Generalunternehmer plus, Betreiber- und Lebenszyklusmodelle, GMP, Alliance Contract etc).


    Wir sind zudem seit April 2014 Partner der Initiative „Faire Vergaben sichern Arbeitsplätze“, in der sich drei Fachgewerkschaften, zwölf Bundesinnungen und zwei Fachverbände zusammengefunden haben, um gemeinsam gegen Lohn- und Sozialdumping und für faire Auftragsvergaben von Leistungen bei Bauprojekten einzutreten. Im Rahmen dieser Initiative war unsere Kanzlei maßgeblich an der Entwicklung der am 10.12.2015 im Nationalrat einstimmig beschlossenen BVergG-Novelle 2015 beteiligt, welche insbesondere die Zielsetzung des Qualitätswettbewerbs (durch die Stärkung des Bestangebotsprinzips) und die Eindämmung von Lohn- und Sozialdumping bei der Vergabe öffentlicher Aufträge verfolgt.

Referenzen

Österreichische Post AG – „1030 Rasumofskygasse – Totalunternehmer“ (Jänner 2015)

Rasumofskygasse-sehrklein

Aufgabe:
Gegenstand des Auftrags war die Errichtung (Neubau und Sanierung) eines Büro- und Geschäftsgebäudes mit einem oberirdischen Gesamtflächenbedarf von rund 33.000 m² (unterirdisch von rund 15.000 m²). Dabei wurde primär eine Nutzung als Unternehmenszentrale verfolgt, aber auch – unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit – eine mögliche Drittverwertung der Büroflächen bzw Einzelhandelsflächen.

Lösung:
Durchführung eines zweistufigen Verhandlungsverfahrens nach vorherigem EU-weiten Aufruf zum Wettbewerb zur Vergabe der Planungs- und Ausführungsleistungen sowie der gesamten Wartung und Instandhaltung aller technischen Anlagen während der Gewährleistungsfrist an einen Totalunternehmer. Zur Absicherung der durchgängigen Qualität der Architektur wurde der im Vorfeld vom Auftraggeber in einem EU-weiten offenen zweistufigen anonymen Realisierungswettbewerb gefundene Generalplaner hinsichtlich der Leistungen der architektonischen Ausführungsplanung an den Totalunternehmer als Subunternehmer überbunden. Die Unterlagen für das Verfahren und der Projektvertrag wurden in Abstimmung mit dem Auftraggeber erstellt. Im Zuge des Verhandlungsverfahrens wurden 5 Angebotsrunden jeweils mit einer Verhandlung durchgeführt, in denen die Anzahl der Bieter sukzessive von sechs auf einen reduziert wurde (Scoring). In der letzten Angebotsphase wurde das Projekt in zweimonatigen Exklusivverhandlungen in technischen Runden gemeinsam konkretisiert und optimiert. Das Verfahren hatte eine Gesamtdauer von rund 19 Monaten (von der EU-weiten Bekanntmachung bis zum Zuschlag) und wurde im Sinne eines ganzheitlichen juristischen Projektmanagements für den Auftraggeber abgewickelt.

Foto (c)  Schenker Salvi Weber Architekten ZT GmbH